Verein ohne geeignete Sporthalle

Handball

Stellungnahme von Roland Bellmann zur „Hallensanierung“

Ich wurde im Jahr 1974 Mit dem Hohner Handball betraut. Nur 1 Frauenmannschaft existierte damals, gespielt wurde bis dahin im Sommer auf dem Kleinfeld. Mit dem Bau der Halle an der Realschule (heute Oberschule) änderte sich das und wir konnten auch in der gerade geschaffenen „Wintersaison“ teilnehmen.

Von Anfang an aber nahmen wir die Fahrten in diese Halle in Kauf, immerhin jeweils 12 km, eine Strecke. Dazu aber begannen wir sofort, Jugendmannschaften aufzubauen – ganz schnell, innerhalb von 3 Jahren, erstand eine komplette Sparte von der untersten bis obersten Jugendmannschaft, dazu eine weitere (zweite) Frauenmannschaft. Dies war, kurzgefasst, eine Entstehungsgeschichte von etwa 15 Jahren, bis heute folgten weitere 30 Jahre, was mich betrifft.

Warum ich das machte? Wer das wissen will, informiere sich mal bitte bei den Eltern und denjenigen, die meine Arbeit kennen. Ja, der Handball ist mir als Sport wichtig geworden. Aber mit diesem Sport versuche ich an dem Wertvollsten zu arbeiten, das wir besitzen: An den Kindern und Jugendlichen. Gruppenfähigkeit, Teamzusammenhalt, Integration der Gruppen zu echten Gemeinschaften.

Wie das ging? Nun, fahren, fahren, fahren. Wenn jemand glaubt, dass damals (und heute) so bald jeder bereit und in der Lage ist, sein Kind zu transportieren zu den arbeitszeitbedingten Übungszeiten der Verantwortlichen, irrt. Bis heute transportiere ich z.B. nahezu alle Kinder mit wechselnder Elternunterstützung („Fahrplanmanagement“) nach Lachendorf. Dort gibt es die Realschulhalle (20x40), die Grundschulhalle (20x40) und die Gymnasiumhalle (20x40). Dort aber sind die benutzbaren Hallenzeiten ausgegangen. Fahren als Bürde, fehlende Hallenzeiten.

Mittlerweile gibt es längst die Hallensaison für Jugendmannschaften auch im Fußball. Auch die Hohner haben hier überhaupt keine Chance, in einer der Lachendorfer Sporthallen für den Winter angemessen zu trainieren. Und, immer wieder, die An- und Rückfahrten. Fahren als Bürde, fehlende Hallenzeiten, und mittlerweile, aus meiner Sicht, fehlender Wille. Denn: Man muss nicht jede Förderung aus Landesmitteln nutzen, wenn diese anderen Zielen im Wege stehen. Dazu: Für die Sanierungsbedürftigkeit der kleinen Halle hat die Samtgemeinde als Träger durch Unterlassung rechtzeitiger fachgerechter Beseitigung selbst gesorgt.

Mehrmals gab es einen Anschein von Möglichkeit, dass in Hohne eine große Halle gebaut werden würde. Aber immer wieder wurden entsprechende Gedanken und Bestrebungen blockiert -  durch Manövrieren der Entscheidungen hinein in eine „Geheime Abstimmung“,  durch Festlegung (Verschuldung?)  von Gemeindeetat und damit herabgesetzte Gemeindemittel, aber auch durch Missgunst („in Ahnsbeck und Beedenbostel ist auch keine Sporthalle“).

Bleibt (für mich) die Frage, inwieweit es überhaupt einen Sinn macht für den Hohner Sport, in dieser Samtgemeinde (Gemeinschaft?) zu bleiben. Für den Sport, der in Hohne am größten ist, nämlich Fußball und Handball, kommt von der Samtgemeinde als Partner nicht viel rüber ("…mit Sanierung der kleinen Halle, 13x23m, ist den Vereinen am besten gedient…“.  Wie bitte, Herr Ortsbürgermeister und KSB-Vorsitzender, meinen Sie das ernst?

Ich lasse jedenfalls nicht locker, ich meine das ernst.

Roland Bellmann

                                              



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