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"Bello" hat ein Herz für Kinder

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Roland Bellmann vom DHB für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Seine soziale Ader treibt ihn an – Roland Bellmann ist Handballjugendtrainer beim TuS Hohne-Spechtshorn. Jetzt wurde er vom Deutschen Handballbund (DHB) im Rahmen einer Ehrenamtskampagne ausgezeichnet. Dabei bleibt der 70-Jährige – den im Verein fast jeder „Bello“ nennt – ganz bescheiden und wünscht sich, dass seine vielen Mitstreiter nicht übersehen werden.

„In einem kleinen Ort ist der Breitensport für den Handball die einzige Lösung.“ (Roland Bellmann)

„Ich bin von zwei meiner ehemaligen Spielerinnen im Sommer gefragt worden, ob ich mit der Nominierung einverstanden wäre, und habe eingewilligt“, erklärt Bellmann. „Bei 261 Nominierungen spielte das Glück, glaube ich, eine große Rolle.“ Bellmann betrachtet sich allerdings nicht als „Gewinner“, er mag das Wort im Zusammenhang mit einem Ehrenamt nicht: „Wenn es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Und warum sollten die anderen Ehrenamtlichen denn Verlierer sein? Die machen ebenso gute Arbeit.“

Aus Fußballer wird Handballer

Bellmann war seit 1974 für seinen Verein als Trainer, Betreuer, Schiedsrichter sowie Handballabteilungsleiter tätig. Auch heute steht er noch als Trainer von drei Jugendmannschaften und zur Not auch als „Mädchen für alles“ an der Seitenlinie. Bellmanns Frau ist nicht ganz unschuldig an seiner sportlichen Entwicklung: Sie spielte bereits Handball in Hohne. Fußballer Bellmann kam oft aus Braunschweig, um ihr beim Handballspielen zuzuschauen. Es fehlte ein Trainer für die Damenmannschaft – und Bellmann übernahm die Aufgabe, obwohl er, wie er selbst sagt, „nicht viel Ahnung hatte.“ Die Damenmannschaft war damals die einzige Handball-Mannschaft des Vereins, und so wurde Bellmann auch gleich Spartenleiter.

 

Das Nominierungsvideo ist auf dem Youtube-Kanal des TuS Hohne-Spechtshorn (hier >>> der Link zum Video) zu sehen. Weitere Informationen zur Ehrenamtskampagne gibt es im Internet auf >>> www.dhb.de/ehrenamt.

„Es gibt wohl keine Hohner Handballerin, die nicht entweder von ihm oder von seiner Frau Sabine betreut wurde“, schreibt die Gemeinde Hohne auf ihren Internetseiten. „Über Jahre wurden ihm innerhalb der Samtgemeinde und durch den Handballkreis Celle immer wieder Ehrungen zuteil.“ Erfahren, dass er einer von zwölf Preisträgern des DHB ist, habe Bellmann per E-Mail. „Ich habe dann erst auf Nachfrage begriffen, was das sonst noch bedeutet“, sagt er.

„Bello-Bus“ ist allen bekannt

Das Preisgeld für seinen Verein in Höhe von 500 Euro zum Erwerb von Sportmaterial wird vom Freundeskreis des deutschen Handballs zur Verfügung gestellt. Es ist beim TuS Hohne-Spechtshorn hochwillkommen. „Speziell die Jugendabteilung wird sich darüber freuen“, so Bellmann.

Die Philosophie des Handballtrainers lautet: „Breitensport statt Spitzensport mit Herz und Verstand.“ Dabei habe er nichts gegen Leistungssport. „In einer kleinen Ortschaft wie der unseren mit etwa 1000 Einwohnern ist der Breitensport aber die einzige Lösung für den Handball“, betont Bellmann. Sein Hauptanliegen sei, dass die Kinder fröhlich sind und Spaß an Bewegung haben. „Ich brauche das“, betont der ehemalige Förderschullehrer, dessen Fahrdienste zu den Pflichtspielen in dem im Ort bekannten „Bello-Bus“ wie auch die sich anschließenden Eisdielenbesuche von vielen Ehemaligen und Aktiven im Nominierungsvideo erwähnt werden. Den Stab als Leiter der Handballsparte hat Bellmann seit einigen Jahren an seine Tochter Nina weitergegeben. Sie sagt im Video über ihren Vater: „Bello hat mir das Ehrenamt vorgelebt, und so war es ein Leichtes für mich, die Sparte zu übernehmen.“

(Bericht Svenja Gajek, Cellessche Zeitung vom 5.11.2020)

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