Geschichte des TuS - Theater

1929 - Blond muß mein Mädel sein
1947 - Tante Julchen vom Rhein

Theater - 100 Jahre auf der Hohner Bühne

Die Theaterspieltradition hat der TuS Hohne-Spechtshorn vom Pfeifenclub übernommen (Pfeifenclubbericht Seite 777). Der Pfeifenclub war auf Initiative von Heinrich Krößmanns Sohn Otto im Jahre 1924 im Sportverein MTV Hohne aufgegangen. Pfeife rauchen und Theater spielen genügten vermutlich dem Ersten Vorsitzenden Otto Krößmann nicht mehr. Sein Saal bot in den 20er Jahren mit Theater und Turnen eine Art „Erlebnisgastronomie“. Der MTV Hohne, der nach dem Krieg in TuS Hohne-Spechtshorn umbenannt wurde, blieb bis in die Gegenwart die Heimat der Theaterspieler. Im Rahmen des Vereinsvergnügens traten die Theaterspieler regelmäßig mit Lustspielen auf. Der Verlauf des traditionellen Neujahrsvergnügens war vor dem Zweiten Weltkrieg wie folgt geregelt: Es begann mit turnerischen Vorführungen der Herren- und Damenabteilung. Den Mittelteil bildete eine Theateraufführung der
Laienspielgruppe. Danach fand sich alles zum abschließenden Turnerball zusammen.

Die Regie führten u. a. Heinrich Krößmann, Otto Krößmann (beide H-Nr. 39) und der Lehrer Heinrich Kuhlmann aus Spechtshorn.
Die Schauspieler waren auch damals schon eine feste Einheit, die ihre Theaterlei-denschaften über viele Jahre ausübten. So gehörten im Jahr 1930 Willi Dehne, Paul und Ida Vogt, Gustav Brandt, Thea Pätz, Geschwister Bühring, Gustav Thiele, usw. zur Gruppe. Die Schauspielerei lag vielen Familien im Blut, so dass sich auch nachfolgende Generationen der Theatergruppe anschlossen und Familientraditionen entstanden.
Im Zweiten Weltkrieg ruhte bekanntlich jegliches Vergnügen. Aber bereits 1947 hatten sich sehr junge Theaterspieler wieder zusammengefunden und spielten das Stück „Tante Julchen vom Rhein“. Alle Schauspieler gaben ihr Bühnendebüt und konnten 2005, nach 57 Jahren, fast vollständig an dem Kommersabend 100 Jahre Theater in Hohne teilnehmen. Die Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bei den Theaterspielern auch integriert.
Zwei Debütantennamen von 1947 sollten die folgenden Jahre die Theatergruppe entscheidend prägen: Otto Krößmann jun. und Diethelm Dreschel.

Otto Krößmann übernahm nach dem Krieg die Regie und führte diese bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 1980. Denen, die mit ihm auf der Bühne gearbeitet haben, ist seine Detailliebe im Hinblick auf Sprache und körperliche Ausdruckskraft in guter Erinnerung.

Diethelm Dreschel übernahm 1981 die Regie und konnte im Jahr 2005 sein 25-jähriges Jubiläum als Regisseur begehen. Die richtige Auswahl der Theaterstücke, die Besetzung der Rollen und die individuelle Stärkung des Schauspielers in seiner Rolle sind  Diethelm Dreschel stets gel-ungen. Der Applaus des Publikums ist das Brot des Künstlers und damit haben die Hohner Zuschauer bei Stücken von Diethelm nie gegeizt. In den 80er Jahren hat er mit jungen Nachwuchsschauspielern auch einige plattdeutsche Theaterstücke eingeübt und aufgeführt. Diethelm nimmt mit seiner Gruppe auch die Mühen einer „Tournee“ auf sich. So standen die Hohner Schauspieler samt Bühnenbild auch schon auf den Bühnen in Lachendorf, Ahnsbeck und Wesendorf. Auch hier blieb ihnen der Applaus nicht verwehrt.

Die Arbeit der Künstler
Es ist immer wieder zu bewundern, mit welcher Intensität sich die Theaterspieler an die jährliche Arbeit machen. Da ist zunächst das Auswählen des Stückes um die Weihnachtszeit. Dann folgt die sensible Arbeit der Rollenverteilung. Um Textsicherheit zu erlangen, übt jeder Schauspieler seine Rolle zunächst allein ein und vertieft sie bei den Leseproben. Geht es auf die Bühne, können die ersten Stellproben vorgenommen werden. Das Bühnenbild wird jetzt ebenfalls nach und nach gebaut. Beim mehrmals wöchentlichen Üben haben die Schauspieler den meisten Spaß. Jeder bringt sein Talent in die Rolle ein. Beim Üben ist noch Raum für kreatives Experimentieren. Rückt der Aufführungstermin einmal näher, steigt das Lampenfieber. Spätestens bei der Generalprobe beginnt das Bangen. Sitzt mein Text, kommen genug Zuschauer und bleiben alle Schauspieler gesund? Diethelm Dreschel hat mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung den Schauspielern Sicherheit und Ruhe gegeben.
 
Jahr 2005 - 100 Jahre Theater in Hohne
Viele ehemalige Schauspieler, die das Gefühl von Lampenfieber kennen, konnte die Gruppe auf dem Kommersabend am 19. März 2005 auf dem mit über 200 Besucher gut gefüllten Saal im Gasthaus Krößmann begrüßen und Erinnerungen austauschen. Unter diesen Ehemaligen, aber auch unter den aktiven Schauspielern, können einige auf eine langjährige Theatertradition zurückblicken. Es wurde an diesem Abend ein Chronikrückblick in Wort, Bild und sogar per Video geboten, denn mit den Videoaufnahmen begann man bereits 1981. Ferner begeisterten aktive und ehemalige Schauspieler das Publi-kum mit Sketchein-lagen. Ein Höhepunkt war die von Erhard Thölke inszenierte Aufführung eines kleinen Theaterstückes über die Abläufe bei den Übungsabenden in den Wintermonaten mit dem charismatischen Regisseur Otto Krößmann jun., den Erhard selber spielte.

Das hilfreiche Umfeld der Theatergruppe
Notwendige Unterstützung bekam die Gruppe natürlich vom TuS Hohne-Spechtshorn. Das Gasthaus Krößmann, seine Eigentümer und Pächter stellten der Gruppe bis in die Gegenwart die Heimatbühne zur Verfügung. Erwin und Brigitte Vogt und Nachfolgerin Maren Busse hielten ihren Friseursalon stets für das Maskenbild bereit. Und bei der Gestaltung des Bühnenbildes bekamen die Schauspieler Unterstützung von den Hohner Handwerkern.
 

Regisseur Otto Krößmann jun.
Regisseur Diethelm Dreschel
2004 - Einmal Bali und zurück
2005 - Verrückte haben es auch nicht leicht
2006 - Camping, Koks und Hollywood
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